GE
100 Jahre TV JAHN OSNABRÜCK e.V. seit 1897
1897-1900
1901-1910 1911-1920
1921-1930 1931-1940
1941-1950
1951-1960
1961-1970 1971-1980
1981-1990
1991-1997
1897-1900
15. Juli 1897
Die Herren Carl und August Beins, Friedrich Brinkemöller, Heinrich Bahlmann,
August Flottmann, Heinrich Hilmer, Otto Hugo, Georg und Heinrich Prior, Heinrich
Oppermann, Adolf Hampe, Theo Thorwesten und Ludwig Steinigerweg gründen den
Turnverein "Jahn" Osnabrück von 1897 e.V.
In Osnabrück ist der Zwölfstundenarbeitstag üblich, und es ist nicht leicht,
schnell von einem Stadtteil in den anderen zu gelangen.
Die 13 genannten Herren wollen auch in der Neustadt Osnabrück Gelegenheit
schaffen, um zu turnen.
Heinrich Bahlmann übernimmt als 1. Vorsitzender den Verein, der sich der
Deutschen Turnerschaft anschließt.
Carl Beins übernimmt das Amt des Sportwartes, Ludwig Steinigerweg wird Säckelwart
(Kassenwart)
1901-1910
1902
Ludwig Steinigerweg ist Vorsitzender des jungen Vereins. (bis 1917)
Als Übungsstätte dient zunächst der Saal der Gastwirtschaft bei der Neuen Mühle
am Kollegienwall und später der Saal des Tivoli an der Iburger Straße.
Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges wirken als Turnwarte: Heinrich
Oppermann, Heinrich Hettlich, Rudolf Schließmann, Wilhelm Steinhoff, Hans König,
Hermann Berdelmann, Adolf Hampe, August Uthmann, Bernhard und Ludwig Witte,
Heinrich Hurrelbrink und Josef Preuß.
1906
Wilhelm Steinhoff und Ludwig Witte gründen die erste Damenabteilung in Osnabrück,
die von Ludwig Witte geleitet wird.
1908
Die Stadt Osnabrück baut die Turnhalle am Rosenplatz. Die Turner des TV JAHN
ziehen nach dort um.
1911-1920
1914
Der erste Weltkrieg ruft fast alle Turner des Vereins zu den Waffen. Der TV Jahn
überlebt diese schweren Jahre, da er innerlich gefestigt ist.
1917
Ludwig Witte (verwundet aus dem Krieg heimgekehrt) übernimmt mit 29 Jahren das
Amt des 1. Vorsitzenden. Gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard und Hermann
Berdelmann leiten sie für die Heimkehrer Turnstunden in der Schlosswall-Halle,
an denen auch Turner aus anderen Vereinen teilnehmen.
1918
Der erste Weltkrieg ist beendet und der TV JAHN nimmt als erster Osnabrücker
Verein den geregelten Übungsbetrieb wieder auf.
Der Oberturnwart Bernhard Witte leitet die Übungsstunden.
Für die Verdienste um die Fortführung des Turnens während des Krieges spricht
der Gauvorsitzende Dr. Tiemann dem TV JAHN seinen herzlichsten Dank aus.
1919
Der erste öffentliche Auftritt nach dem Krieg wir anlässlich der Gründung des
Kriegsbeschädigten-Verbandes in der Stadthalle am Kollegienwall ein großer
Erfolg. Damit beginnt der Aufschwung des Vereins und die Mitgliederzahl steigt.
Für einige 100 Mark wird Inventar und Turngerät vom "TV
Niedersachsen" erworben, von dem auch Mitglieder übernommen werden.
1920
Ihren ersten Spezialitäten-Abend veranstalten die Turner im überfüllten Saal
des "Harmonieclubs" an der Hakenstraße. Hier zeigen sie vor Publikum
ihr Können. Dieser Abend muss wegen des starken Besuchs im Herbst wiederholt
werden.
Das Stiftungsfest wird im Sommer mit großem Schauturnen und Gartenkonzert unter
Mitwirkung der Eisenbahnerkapelle abgehalten. 10 - 12 Turnriegen zeigen ihre Übungen.
Bei den Städtewettkämpfen des fünften Kreises der Deutschen Turnerschaft
(Bremen, Oldenburg und Osnabrück) ist der TV Jahn durch Bernhard Witte, Mathias
und Theo Niggemann, Ludwig Bruning, Ludwig Meierhans und Karl Schröder
vertreten.
Die Meisterriege, die Akrobatenriege und die Frauengruppe werben unermüdlich in
vielen Städten des Regierungsbezirkes Osnabrück für die Sache des Turnens.
Besonders die Akrobatenriege ist so zugkräftig, dass sie zu zahlreichen
Veranstaltungen aller Art von Vereinen und Verbänden angefordert wird. Ihr gehören
Bernhard und Ludwig Witte, Hermann Berdelmann, Gustav Haarmeyer und Ludwig
Bruning an. Später kommen noch Mathias und Theo Niggemann, Hans und Alfred
Schlie und Heinz Dierkes hinzu.
Vollendete Körperbeherrschung, Grazie und Gewandtheit sowie artistische
Leistungen, sogar am Trapez, kennzeichnen diese Turner und Akrobaten.
1921-1930
1921
Die Spezialitätenabende finden nun in jedem Herbst in der stets überfüllten
Stadthalle am Kollegienwall, die über 2000 Zuschauern Platz bietet, statt.
Im reichhaltigen Programm sind die Turner der Meisterriege und die Vorführungen
der Akrobatenriege besondere Glanzstücke.
August Brockmann gewinnt als 17jähriger den traditionellen "Lauf über die
Wälle".
1922
Die Osnabrücker Meisterschaften im Geräteturnen, an denen der MTV, der OTV,
der OTB und der TV Jahn teilnehmen, gewinnen die Turner des TV Jahn von 1922 -
1928 in ununterbrochener Reihenfolge.
1923
Bernhard Witte, Theo Niggemann und Ludwig Bruning kehren als stolze Sieger im Zwölfkampf
vom Deutschen Turnfest aus Köln zurück.
1925
Theo Niggemann gewinnt die Meisterschaft des fünften Kreises der Deutschen
Turnerschaft im Zwölfkampf. (6 Pflicht- und 6 Kürübungen an den Geräten.)
Gastwirt Meyer überlässt dem Verein ein am Fuß des Schölerberges liegendes
Grundstück zum Ausbau als Sportplatz.
In kurzer Zeit bringen die Mitglieder 60.000,- DM auf.
In erheblicher Eigenarbeit wird die Fläche planiert und Rasen eingesät.
Eine sogenannte "Russenbaracke" mit einer Grundfläche von 75 m2 ( 15
x 5 m ) wird für 450,- DM von der Eisenbahn erstanden. Sie dient als Geräte-
und Umkleideraum. Auch konnten in diesem "Vereinsheim" Versammlungen
und Maiabende abgehalten werden.
Der Verein stattet das Gebäude mit einer Waschanlage und dem notwendigen
Mobiliar aus. Sprunggruben, Wurfanlagen und die erforderlichen Spieltore werden
eingerichtet. Dazu wird die gesamte Anlage umzäunt und mit Bäumen bepflanzt,
um Schatten zu spenden.
1926
Theo Niggemann gewinnt auch die Zwölfkampfmeisterschaft der Deutschen
Turnerschaft in Köln. Begeistert holen ihn seine Freunde vom Osnabrücker
Hauptbahnhof ab. Gauoberturnwart Schwenke und Gauvertreter Dr. Tiemann begrüßen
den frischgebackenen Meister, der unter Vorantritt des Spielmannzuges des TV
Jahn und der Turnerschar zur Turnhalle am Rosenplatz begleitet wird. Theo
Niggemann verlässt im Herbst dieses Jahres Osnabrück, um in den USA sein Glück
zu machen. Ein goldener Siegelring mit dem Wappen des TV Jahn wird ihm zum
Abschied übergeben.
Im Sommer kann endlich der Platz mit einem großen Schauturnen und Festumzug
eingeweiht werden. Am Rosenplatz sind alle Osnabrücker Turnvereine zum
Festumzug angetreten und es geht mit klingendem Spiel zum Sportplatz. Es ist ein
Volksfest für die Neustadt. Man hat sogar für die Kleinen ein Karussell
aufgestellt. Senator Herrmann hält die Festrede zur Einweihung bei der die
"Jahner Eiche" gepflanzt wird.
Elf Jahre lang turnen und spielen Frauen, Männer und Jugendliche auf diesem
Platz. Zum Vereinsturn- und Sportfest ziehen die Mitglieder in Scharen zum
Platz. Nach Beendigung der Wettkämpfe wird Tannengrün und Eichenlaub aus dem
Schölerberg geholt, um daraus Girlanden und Siegerkränze zu binden. Nach dem
Ausschmücken des Heimes findet am Nachmittag das fröhliche, gesellige
Beisammensein der großen Turnerfamilie statt. Auf der Hauptversammlung am 19.7.
wird auf Vorschlag von Ludwig Witte eine Alt-Herren-Abteilung ins Leben gerufen.
1930
Die herzliche Freundschaft, die den TV Jahn mit dem Osnabrücker Turnlehrer und
Pädagogen Hermann Ohnesorge verbindet, der praktisch der Erfinder des modernen
Kinderturnens ist, und der später Leiter der Reichsakademie der Leibesübungen
in Berlin wird, führt mit dessen Genehmigung zur Benennung dieser Abteilung in
"Hermann Ohnesorge Riege".
In dieser Riege finden sich die älteren Sportler zusammen, um zusätzlich zum
Turnen und Spielen auch den geselligen Zusammenhalt zu fördern und praktisch
Sachverwalter des Vereins zu sein.
1931-1940
1937
Ein schwerer Schlag für den Verein. Die Stadt Osnabrück erklärt diese schöne
Sportplatzanlage mit dem Vereinsheim zum Baugelände. Der Verein muss die Anlage
innerhalb von 14 Tagen räumen. Entschädigung oder Ersatz gibt es nicht. Das
Vereinshaus wird beim "TUS Rasensport" an der Kokschen Straße
aufgestellt. Dort haben wir uns eingemietet.
1938
Durch die damaligen Machthaber wird die zwangsweise Zusammenführung von Turn-
und Sportvereinen durchgeführt. Der TV Jahn von 1897, die Fußballvereine
"SC Schwarz / Weiß Wulfter Turm" und der "Sportverein 08" (
heute der SV Eintracht ) werden zum "Turn und Sportverein von 1897"
zusammengeschlossen.
1941-1950
1942 - 1943
Unsere Rosenplatzhalle wird bei einem Luftangriff ein Raub der Flammen.
Durch die Rekrutierung ist dem Vereinsleben bald ein Ende gesetzt. Einzelne
Zusammenkünfte des Vorstandes werden noch abgehalten.
1945
Der zweite Weltkrieg mit seinen Wirren lähmt das turnerische Leben völlig.
Das künstlich geschaffene Vereinsgebilde ist damit am Ende, und niemand denkt
daran, den "Turn- und Sportverein von 1897 Osnabrück" wieder aufleben
zu lassen.
1947
Osnabrück liegt in Schutt und Asche.
Nach mühsamer Sammlung von Adressenmaterial aus dem Gedächtnis heraus (alles
Schriftgut war verbrannt) finden sich 33 ehemalige Mitglieder am 10. August in
der Gaststätte Niederhaus in der Wiesenstraße 21 zur ersten Zusammenkunft ein.
Es wird der einstimmige Entschluss gefasst, den TV Jahn , der in diesem Jahr
sein 50. Jubiläum hätte, wieder ins Leben zu rufen.
Die Genehmigung zur Wiedergründung muss vom Sportamt der Stadt Osnabrück und
der zuständigen Militärregierung, die alle Mitglieder auf ihre Parteizugehörigkeit
überprüft, eingeholt werden.
Die Wiedergründungsversammlung wird am 28.September in der Gaststätte
Niederhaus durchgeführt.
Ludwig Witte übernimmt wieder den Vorsitz im Verein, den er bereits seit 1917
innehat.
2 Monate später feiern 41 Mitglieder und deren Freunde bei Potthoff am Schölerberg
die Gründung des Vereins vor 50 Jahren. Die 120 Personen vergnügen sich bei
Wasser und dünnem Bier, sowie mitgebrachtem selbstgebrannten Schnaps (damals
hieß er Balkenbrand). Briketts für die Saalheizung und Glühbirnen werden
ebenfalls mitgebracht. Der Abend wird durch Gesangsbeiträge des
"Witte-Quartett" verschönert.
Es ist ein freudiges Wiedersehen nach den schrecklichen Kriegsjahren.
Die Hauptsorge der Verantwortlichen gilt jetzt dem Wiederaufbau des
Turnbetriebes.
Die Schwierigkeiten sind groß und vielfältig, trotzdem finden sich immer mehr
im TV Jahn wieder. In der stark beschädigten Teutoburger Schule machen die
Turner wieder ihre ersten Gehversuche. Hausmeister Heinrich Schmitz und seine
Ehefrau erklären sich bereit, die Turnhalle Sonnabends in der Zeit von 20:00 -
21:30 Uhr zu öffnen. An den anderen Tagen ist sie vom OTB, MTV und OTV belegt.
Das Opfer des Hausmeisterehepaares wird deutlich, wenn man erfährt, dass die
Wohnung sich unter der Turnhalle befindet. Doch die erst 6 bis 8 Turner sind außerordentlich
bescheiden. Sie sind dankbar für eine Halle, deren Fenster mit Brettern
vernagelt sind, deren Heizkörper keine Wärme ausstrahlen und an deren Decke
eine einzige 100-Watt-Glühbirne kümmerliches Licht spendet. Im Keller befindet
sich ein Wasserhahn, der im Sommer wie im Winter nur kaltes Wasser abgibt.
Trotz dieser widrigen Umstände wächst die Gemeinschaft der Turner zusammen und
bildet das Rückgrat des Vereins.
1949
Als der OTB wieder in die reparierte Halle an der Heinrichstraße einzieht,
bekommt der TV Jahn 3 Abende in der Woche zum Turnen. Die Mitgliederzahl steigt
weiter an.
Etliche Mitglieder, die zum Teil schon vor dem zweiten Weltkrieg im Vorstand tätig
waren, nehmen nach ihrer Rückkehr die Arbeit wieder auf. Dem Vorsitzenden
Ludwig Witte stehen zur Seite: Heinz Bos, Franz Menkhaus, Theo Schmitz, Willi
Ellinghaus und Adolf Hampe.
Viele Flüchtlinge, Vertriebene und Aus-gebombte aus anderen Städten schließen
sich dem Verein an, um ihr turnerisches Leben fortzusetzen, wie sie es in der
Heimat gewohnt waren. Denn Turner sind Turner, egal welche Mundart sie sprechen.
Die Mitgliederzahl verdreifacht sich und steigt auf 124.
1950
Arthur Brockmann, der ab 1933 mit verschiedenen Aufgaben im Vorstand tätig ist,
übernimmt die "Hermann Ohnesorge Riege".
1951-1960
1953
Die im Jahre 1900 geweihte Vereinsfahne, die im Krieg verbrannte, wird durch
eine neue ersetzt, die am 28. Juni bei Rahenkamp in Voxtrup durch den
Bezirksvorsitzenden Dr. Jochen Benecke geweiht wird. Gleichzeitig wird die vom
Ehrenvorsitzenden des Turnbezirks Osnabrück und Bildhauers Friedrich Kreutzmann
aus Eichenholz geschnitzte "Jahnbüste" enthüllt. Beide Symbole
erhalten einer Ehrenplatz im Vereinslokal "Gaststätte Neitz" an der
Iburger Straße.
1956
Der TV Jahn , jetzt mit 250 Mitgliedern, bekommt seine Heimat in der
wiederhergestellten Turnhalle am Rosenplatz.
Durch die Normalisierung des Alltagslebens zeichnen sich neue Aufgaben für die
Turn- und Sportvereine ab. Während früher das Vereinsleben als echte
Freizeitgestaltung der Mittelpunkt des bürgerlichen Lebens war, nimmt jetzt die
zunehmende Motorisierung, das größere Angebot der Unterhaltung, wie z.B. Radio
und Fernsehen, immer mehr Zeit in Anspruch. Auch unser Verein stellt sich dieser
Entwicklung und bietet mit neuen Ideen ein immer besser werdendes Sportangebot.
1957
Zum 60jährigen Bestehen des TV Jahn veranstaltet der Verein am 29. September
ein großes Schauturnen, welches im ausverkauften Theater am Domhof stattfindet.
Die Festansprache hält der 1. Vorsitzende des Niedersächsischen Turnerbundes,
Franz Klemm.
Georg Schlegel wird Präsident der Karnevalsabteilung.
1958
Im Dezember findet zum ersten Mal, verbunden mit einer Weihnachtsfeier, im Haus
der Jugend das Märchenspiel statt. Regisseur Georg Schlegel hat zusammen mit
seiner Frau Edith Schlegel und Tochter Irene Brüggemann, die für die Kostüme
und den Tanz zuständig sind, mit Kindern des Vereins ein Märchenspiel
einstudiert, welches großen Anklang findet und bei zahlreichen Vereinen als
Gastspiel aufgeführt wird. Die wörtlichen Dankesworte von Ludwig Witte an
Georg Schlegel: "Ich danke nochmals Georg Schlegel und seiner Ehefrau und wünsche,
daß du, Georg, noch öfter an die Öffentlichkeit treten solltest. Mein Dank
sei dir gewiss." (Im Rückblick kann gesagt werden, dass sich dieser Wunsch
zum Wohle des Vereins voll erfüllte.)
Nachdem Ludwig Witte 42 Jahre den Verein geführt hat, übernimmt Willi
Ellinghaus den Vorsitz. Sein letzter Abschiedsgruß lautet: "Liebe
Turnschwestern und Turnbrüder. Ich danke allen Helfern, sei es im Vorstand oder
in den Abteilungen, für eure treue Mitarbeit zum Segen des Vereins. Gut
Heil!"
1959
Die Frauenhandballmannschaft wird in der 2. Frauenliga Bezirksmeister im
Feldhandball.
1960
Zum ersten Mal findet die Winterwanderung mit anschließendem Grünkohlessen
statt. Sie führt zur Ludwigshalle Hehmann im Schinkel.
1961-1970
1961
Horst
Zaun gründet die Schwimmabteilung. Mit 25 Schwimmern werden die ersten
Schwimmstunden im Lehrschwimmbecken der Agnes-Miegel-Realschule abgehalten. Für
Schwimmanfänger werden ebenfalls Lehrstunden eingerichtet. Die ersten Ausbilder
sind: Inge Röder, Else Althaus und Irmgard Meyer.
Die Rekordzahl von 154 Erwachsenen und 191 Kinder nehmen am Familienausflug nach
Bad Essen teil. Die "Friedenshöhe" ist alsbald fest in Jahner Hand.
Wanderungen, Schnitzeljagden und Kinderspiele stehen auf dem Programm. Alle, die
dabei sind, danken der Vereinsführung für diesen schönen Tag.
1962
Zum zweiten Mal werden die Handballfrauen Kreismeister im Hallenhandball der 1.
Kreisklasse.
Erster Trainingsbetrieb der Tischtennisabteilung unter der Leitung von Erich
Fleischer.
Franz Dammann wird beim Bundesalterstreffen in Göttingen Dritter.
1963
Walter Kiaupa gründet die Frauenleistungsturnriege.
1964
Georg Schlegel wird Vorsitzender des Vereins. Zusammen mit dem Oberturn- und
Sportwart Hans-Hermann Röder, den bewährten alten Kräften und vielen jüngeren
Mitarbeitern, geht die Entwicklung des Vereins steil bergauf. Der
Verwaltungsapparat wird modernisiert. Die Satzung wird überarbeitet und eine
Ehrungsordnung eingeführt.
Die Abteilungen erhalten mehr Selbständigkeiten und haben jeweils eine Stimme
im Vorstand. Über den Haushaltsvoranschlag werden Ausgaben und Beitragssätze
bestimmt. Neben der Beitragskassierung durch Inge Röder als Hauptkassiererin
und Frieda Söcker als neue Kassenwartin, wird ein Girokonto eingerichtet, auf
das Beiträge überwiesen werden können. Es wird ein Lagerraum angemietet, der
ebenfalls als Werkstatt genutzt wird, um Dekorationen herzustellen. Eigenarbeit
wird im Verein großgeschrieben.
Das neue Vereinsmitteilungsblatt, welches bis zu 8 mal im Jahr erscheint,
informiert über das Vereinsgeschehen.
Zum erstenmal zeigen die Mitglieder beim "Schauturnen" einem breiten
Publikum ihr Können.
Die Männer der Handballabteilung werden im Feldhandball Bezirksmeister in der
Bezirksklasse.
Walter Kiaupa leitet die 1. Trainingsstunde in der neuen Turnhalle "Am
Kalkhügel" und gründet die Volleyballabteilung. Als Abteilungsleiter
gelingt es ihm, in kurzer Zeit 15 Spieler für die Abteilung zu gewinnen.
Heinz
Schlichting erweitert die Schwimmausbilder beim Anfängerschwimmen.
Die Tischtennisabteilung zieht in die Jellinghausschule. Im Herrenbereich sind 3
Mannschaften gemeldet. Es werden im Jugendbereich Mannschaften aufgebaut. Am
Ende des Jahres kommt auch der Schülerbereich mit Mannschaften hinzu.
1965
Es wird eine moderne Tanzgruppe eingerichtet, in der junge Mädchen nach
aktueller Musik Showtänze einüben und ihr Können auf Veranstaltungen
darbringen. Die Leitung übernimmt Irene Brüggemann.
1966
Der TV Jahn hat die 1000-Mitglieder-Grenze überschritten. 1008 Kinder und
Erwachsene, fast ausschließlich Aktive, turnen und spielen in den städtischen
Turnhallen am Rosenplatz, am Kalkhügel und in der Jellinghausschule, sowie in
den Hallen des Käthe-Kollwitz- und des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums. In dem
Lehrschwimmbecken der Agnes- Miegel- Realschule lernen unsere Anfänger das
Schwimmen, um dann im Niedersachsenbad und im Schwimmbecken der PH ( spätere
UNI ) ihr Können zu trainieren. Einige Leichtathleten trainieren in den
Sommermonaten auf der Zentralen-Sportanlage am Schölerberg, wo auch einige ihr
Sportabzeichen ablegen.
Immer neue Abteilungen erweitern das Angebot, welches zur Zeit
Kleinkinderturnen, Kinderturnen, allgemeines Turnen, Kunstturnen, Gymnastik mit
Musik, Prellball, Handball, Leichtathletik, Schwimmen, Tischtennis, Volleyball,
Jedermannabteilungen, Fitnessabteilungen für Männer und Frauen, sowie Wanderer
umfasst.
Als Ausrichter des größten Prellballturnier Norddeutschlands in der Schloßwallhalle,
Dr Lotz und Heinz Werminghaus hatten in mühevoller Kleinarbeit das Turnier
vorbereitet, feiert der Verein einen 1. Platz in der Klasse 3 und zwei 2. Plätze
in den Klassen 1 und 2. 30 Mannschaften aus 14 Vereinen nehmen an diesem Turnier
teil.
1967
Nachdem die Prellmannschaft der Klasse 4 (50 Jahre und älter) Landesmeister
wurde, nimmt sie mit August und Arthur Brockmann, Franz Dammann und Arthur
Fischer an den deutschen Meisterschaften in Heidenheim teil. Sie erreichen einen
hervorragenden 6. Platz.
1968
Die "Hermann Ohnesorge Riege" wird im Andenken an den verstorbenen,
verdienstvollen 1. Vorsitzenden Ludwig Witte in "Ludwig Witte Riege"
umbenannt.
Dieter Böer übernimmt die Leitung der Schwimmabteilung. Die Schwimmer wechseln
von der Agnes-Miegel-Realschule in das Pottgrabenbad. Unsere Prellballer der
Klasse 4 werden Dritte der Landesmeisterschaften.
1969
Die Prellballmannschaft der Klasse 4 wird erneut Landesmeister. Sie nimmt zum
zweiten Mal an den deutschen Meisterschaften, diesmal in Saarbrücken, teil und
wird in der Zusammensetzung Franz Dammann. August Brockmann, Hermann Diehl und
Friedel Kell Fünfter.
1970
Am 22.02. gewinnen die Spieler der Prellballabteilung in der Männerklasse 1 die
Bezirksmeisterschaft in Schüttorf. Erfolgreich waren: Werner Sommer, Friedel
Schomacker, Franz und Horst Dammann. Bei den Landesmeisterschaften erreichen sie
wieder einen guten dritten Platz.
1971-1980
1971
Nach den hervorragenden Leistungen der letzten Jahre steigen die Prellballer in
die Landesliga auf.
1972
75jähriges Bestehen des Vereins.
Herausragende Ereignisse sind eine stimmungsvolle Morgenfeier in der Aula des
Schlosses, mit dem 2. Vorsitzenden des Deutschen Turnbundes, Dr. Josef Göhler
als Festredner, eine vielbeachtete Fotoausstellung, der Festball im Haus
Rahenkamp in Voxtrup mit dem Medium Terzett und das Schauturnen in der
Sporthalle am Schloßwall, wo vor vollen Rängen Welt- und Europameister im
Turnen ihr Können präsentieren.
Die Führung des Anfängerschwimmens übernimmt Heinz Schlichting zusammen mit
Klaus Schmitz. Als Ausbilderin kommt Gerda von Korff hinzu. Die
Tischtennisabteilung übernimmt Günther Wolke.
1974
Der TV Jahn möchte das Geräteturnen erhalten. Da immer höher geschraubte
Anforderungen immer weniger Interessenten finden, und eine fortschreitende
Spezialisierung von den Übungsleitern großes Können voraussetzt, werden
besonders geschulte Fachkräfte eingestellt. Für das Mädchenturnen Sabine
Gerlach (Landesmeisterin in Rheinland-Pfalz) und für das Männerturnen Jochen
Brosche (Bezirksmeister in Osnabrück). Beide absolvierten die Deutsche
Turnschule in Frankfurt.
Fast alle Vorstandsmitglieder wirken ehrenamtlich in den Fachausschüssen der
Kreis-, Bezirks- und Landesverbände mit, z.B. Heinz Werminghaus und Dieter Böer
beim Kreissportbund, Karl Brune als Bezirkspresse- und Landesfahrtenwart, Jürgen
Brüggemann als Kunstturn-Kampfrichter und später als Bezirks- Oberturnwart,
Georg Schlegel als Turngauvorsitzender, Bezirksoberturnwart und später als 1.
Vorsitzender des Turnbezirks Osnabrück.
Der Vorstand vergrößert das rein sportliche Angebot im musischen und
geselligen Bereich, indem er Wanderungen, Fahrten und Tanz anbietet. So finden
weiterhin im Januar die Winterwanderung, zur Karnevalszeit die
Kinderkarnevalsturnstunden in den Sporthallen und der Jahner Karneval im Haus
Rahenkamp mit Prinz und Prinzessin, Elferrat, Schutzmann, Gefängniswärter,
Mundschenk, Funkenmariechen und Tanzgarde sowie einer aufwendiger Dekoration,
unter der Leitung des Präsidenten Georg Schlegel, das Frühlingsfest im April,
die Himmelfahrtswanderung für die ganze Familie, das Stiftungsfest im Oktober
und das Schauturnen im Dezember statt. Bei gemeinsamen Ausflügen im Sommer
haben die Jüngsten bei Fuchsjagd und Ballspiel den größten Spaß. In den
einzelnen Abteilungen wird durch Grillabende und ähnliche gesellige Treffs der
Zusammenhalt des Vereins gefördert.
1975
Edith Schlegel übernimmt die moderne Tanzgruppe von ihrer Tochter Irene Brüggemann.
Für diese Gruppe, die auch als Tanzgarde bei Karnevalsveranstaltungen auftritt,
näht sie ebenfalls alle Kostüme.
Klaus Schmitz übernimmt mit seinem Stellvertreter Ralf Ackermann die Leitung
der Schwimmabteilung.
Die Prellballer werden erneut Landesmeister.
1977
Anlässlich seines 80.Geburtstages veranstaltet der TV Jahn sein 15.
Prellballturnier, welches als größtes Turnier Norddeutschlands in die Analen
eingeht. 72 Mannschaften aus 31 Vereinen, mit über 300 Prellballern, werden
zuvor vom Oberbürgermeister Ernst Weber im Rathaus empfangen. In 3 Osnabrücker
Sporthallen wird um Pokale gekämpft, die vom Bundesinnenminister Maihofer, vom
niedersächsischen Kultusminister Remmers, von der Stadt Osnabrück und vom
Kreissportbund Osnabrück-Stadt gestiftet werden.
In den 8 Klassen stellt der TV Jahn als einzige Osnabrücker Mannschaft den
Sieger in der Klase 5. In der erfolgreichen Mannschaft spielen Franz Dammann,
Arthur Fischer, Friedel Kell und August Brockmann. Auch in diesem Jahr werden
sie Landesmeister.
Wolfgang Lampe übernimmt die Leitung der TT-Abteilung. Er verjüngt sie und gründet
eine Damenabteilung, die bis in Verbandsliga aufsteigt. Die Herren steigen in
die Bezirksliga auf. Die Schüler und Jugendabteilungen erringen auf Kreis- und
Bezirksebenen zahlreiche Erfolge.
1978
Der TV Jahn richtet am Johannistorwall 31 eine Geschäftsstelle ein. Jeden
Montag, in der Zeit von 1800 bis 2000 Uhr, können Mitglieder hier den geschäftsführenden
Vorstand antreffen und mit ihm ihre Anliegen besprechen. Ebenso wird der Raum für
Abteilungsbesprechungen genutzt.
Es wird eine Bausteinaktion ins Leben gerufen, die das Ziel hat, ein Vereinshaus
zu erstellen. Diese Aktion wird nach kurzer Zeit aufgrund Erfolglosigkeit wieder
eingestellt.
Durch das Ausscheiden von Übungsleitern stellt der Verein zur Aufrechterhaltung
und Erweiterung seines Angebotes den ersten hauptamtlichen Turnlehrer ein.
Henner Böttcher, ebenfalls ein Absolvent der Turnschule in Frankfurt, kommt aus
Hattorf im Harz.
Neue Abteilungen werden eingeführt, u.a. Turnen für Mutter und Kind und
Jazzgymnastik.
Die Märchenspielgruppe wird eingestellt. Da das Erscheinen des Weihnachtsmannes
für die Kinder erhalten bleiben soll, wird sein Kommen beim Schauturnen angekündigt.
Aus diesem Grund wird aus dem Schauturnen das "Adventsschauturnen".
1979
30 Aktive aus der Schwimmabteilung des TV Jahn fahren unter der Leitung von
Harald Klein und Ralf Ackermann nach Angers. Sie werden vom Verein "LES
NAGEURS ANDEGAVES" freundlich aufgenommen und haben in ihrer Zeltstadt mit
14 Zelten außer Schwimmen ein reichhaltiges Programm, welches mit einer großen
Abschiedsparty endet.
1980
Die Kinderkarnevalsturnstunde wird abgeschafft. Als Ausgleich bietet der Verein
einen Kinderkarneval im Haus Rahenkamp an, der sofort sehr gut angenommen wird.
Bester TT - Verein bei den Bezirks- Meisterschaften im Bereich Weser-Ems.
Bei der Jahreshauptversammlung wird eine überarbeitete Satzung verabschiedet.
In ihr enthalten ist die Jugend- Ordnung des TV Jahn. Der Jugendwart bekommt,
als Vertreter der Jugend, eine Stimme im geschäftsführenden Vorstand.
Ebenfalls wird eine Ehrungsordnung verabschiedet.
Die Beitragszahlung soll auf Bankeinzugsverfahren umgestellt werden.
Zu dieser Zeit besteht der Verein aus 1110 Mitgliedern.
1981-1990
1981
Am 1. Januar übernimmt Klaus Fengler als hauptamtlicher Sportlehrer die Arbeit
von Henner Böttcher. Im August kann er sich beruflich verbessern und wird durch
Petra Bartram ersetzt. Als Trainer der Handballer bleibt er dem Verein erhalten.
Der Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück, Ernst Weber, ehrt den Verein für
25jährige Ausübung der Frauengymnastik.
Die Kunstturner werden bei den Bezirksmeisterschaften 3 mal Vizemeister und
erreichen auf Landesebene ebenfalls gute Platzierungen.
Aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Schwimmabteilung veranstaltet der
Verein ein internationales Schwimmfest mit Gästen aus Harlem, Alzey,
Bremerhaven und Rothenburg/Wümme. Hierbei wird zum ersten Mal die offizielle
Vereinsmeisterschaft ausgetragen.
1982
Die Mitgliederversammlung beschließt, künftig den Beitrag per
Bankeinzugsverfahren zu erheben. Mit der Stadtsparkasse wird ein EDV-Vertrag
geschlossen. Alle Daten der Mitglieder werden auf Formblättern der Sparkasse
notiert und dann von deren Mitarbeitern in dem in Hannover stehenden
Zentralrechner eingelesen.
1983
Die Kunstturner steigen in die Landesliga auf. Durch die gute Jugendarbeit
werden 4 Turner (Karsten Beck, Jens Witte, Carsten Schröder und Thomas
Riesenbeck) in den Niedersächsischen Schüler- und Jugendkader berufen.
Die moderne Gymnastik passt sich weiter an. Es wird eine Aerobic-Abteilung gegründet.
Eine starke Gruppe von Schwimmern und Turnern fährt zum Deutschen Turnfest nach
Frankfurt.
1984
16 Schwimmer des Vereins nehmen am nächtlichen Marathonschwimmen in
Georgsmarienhütte teil und erreichen mit 46000 Metern eine hervorragende
Leistung.
1985
Im Mai fährt eine kleine Gruppe Vereinsmitglieder zum Landesturnfest nach
Salzgitter.
Im November wird durch Anregung von Ingeborg Salm eine Sportgruppe für
Allergiker und Asthmatiker eingerichtet. Unsere Sportlehrerin Petra Bartram wird
in Köln speziell hierfür ausgebildet. Im Zusammenarbeit mit Dr. Szczepanski
(Chefarzt des Kinderhospitals in Osnabrück) überwachen Ärzte des Hospitals
und ortsansässige Kinderärzte die Übungsstunden. Für die Erwachsenengruppe
sind allgemeine Ärzte in den Übungsstunden.
Vom 25.7. - 6.8. radeln 13 Schwimmer und Schwimmerinnen unter der Leitung von
Detlef Schlie nach Alzey.
1986
Die
Schwimmabteilung besteht seit 25 Jahren und wird hierfür vom Schwimmverbands
Niedersachsen geehrt.
Für ältere Mitglieder wird im September eine Gymnastik-, Spiel- und
Sportstunde eingerichtet, die von Hans-Hermann Röder geleitet wird.
1987
Zum 90.Geburtstag bietet der TV Jahn in einer Fotoausstellung, eine Woche lang
in der Zweigstelle der Stadtsparkasse am Rosenplatz, Einblicke in seine
Vereinsgeschichte.
Aus dem Sportfest wird in diesem Jahr ein Vereinsspielfest, das auf dem
Sportplatz am Schölerberg ausgetragen wird.
24 Mitglieder nehmen am Deutschen Turnfest in Berlin teil.
1988
In diesem Jahr feiert der Verein 2 Jubiläen.
Zum 25. Mal findet das Schauturnen des TV Jahn statt. Aus diesem Anlas zeigen 3
Kunstturner und eine Kunstturnerin aus dem Bundesleistungszentrum in Hannover
ihr Showprogramm. Ebenso begeistern die Trampolinspringer aus Aschendorf und
Melle die zahlreichen Zuschauer.
Ebenfalls seit 25 Jahren besteht die Tanzgruppe des TV Jahn, zur Zeit unter der
Leitung von Georg und Edith Schlegel.
1989
Silberne Amtjubiläen von Georg Schlegel und Frieda Söcker.
Im Mai fahren 24 Teilnehmer zum Landesturnfest nach Hannover.
Werner Lünnemann führt die EDV in den Verein ein. Er verwaltet mit per
Computer die Mitgliederdaten mit Hilfe eines Programms, "V-2000", der
Stadtsparkasse. Dadurch haben wir auch die Möglichkeit, Zahlungen und Einzüge
von der seiner Wohnung aus zu erledigen. Dieses entlastet unsere Kassenwartin
Frieda Söcker und haben den Vorteil, dass wir jetzt in der Lage sind, unsere
Mitglieder listenmäßig zu erfassen.
1990
Hohe Auszeichnung für Georg Schlegel. Niedersachsens Wirtschaftsminister Carl
Cassens überreicht das Bundesverdienstkreuz.
Die Ludwig Witte Riege besteht seit 60 Jahren. In ihr finden ältere Mitglieder
Gleichgesinnte zum Wandern, für Ausflüge, gesellige Zusammenkünfte und mehrtägige
Busreisen.
Zum Deutschen Turnfest nach Dortmund/Bochum fahren nur noch wenige Teilnehmer.
Durch
die Mutterschaft unserer Sportlehrerin Petra Bartram-Burde wird Detlef Schütze
als Sportlehrer verpflichtet. Er ist Diplomsportlehrer aus der ehemaligen DDR
und ein gebürtiger Leipziger. Durch ihn kommen wieder mehr Jungen in den
Verein.
Die Leitung der Schwimmabteilung geht an Nils Wehmeier über.
1991-1997
1991
Im September nehmen Dave Payne als Trainer, Detlef Schlie, Benno und Norbert Böer,
Achim Hohwieler, Nils Wehmeier, Wiebke und Jan Warneke sowie Franz-Josef Wamhof
an den europäischen Seniorenmeisterschaften in England teil. Mit sehr guten
Platzierungen, wobei Benno Böer sogar unter den ersten 10 landet, tritt man
zufrieden den Rückweg an.
1992
Als 6. Verein in Deutschland gründet der TV Jahn eine Shaolin-Kung-Fu-Abteilung,
die von Jochen Wolfgramm ins Leben gerufen und geleitet wird. Diese Kampftechnik
(Seven-Star-Mantis-Stil [Sieben-Sterne-Gottesanbeterin-Stil]) wurde vom Mönch
Wong Long entwickelt.
Nach der Mutterschaftszeit übernimmt Petra Bartram-Burde wieder das Amt der
hauptamtlichen Lehrkraft. Aus finanziellen Gründen können wir leider Detlef
Schütze nicht behalten. Im Oktober gibt Petra ihr Amt zurück. Als neue
Turnlehrerin wird Nadine Koch, eine in Kirgisien geborene Sportlehrerein, die
ebenfalls eine Ballettausbildung hat, eingestellt.
Auf Grund des Studiums von Nils Wehmeier führen Norbert Böer, Achim Hohwieler
und Britta Weiß die Schwimmabteilung.
1993
3 neue Abteilungen entstehen im TV Jahn.
Marina Reitenbach wird als Übungsleiterin verpflichtet. Sie bildet eine neue
Jazztanzgruppe für Frauen und lässt eine Rollschuhgruppe entstehen, die sofort
großen Anklang findet. Zunächst laufen die Kinder noch in privaten Straßenrollschuhen,
doch nach kurzer Zeit können vereinseigene Sportrollschuhe angeschafft werden.
Diese werden stundenweise vermietet.
Durch den Wunsch Nadine Kochs, ihr Können im Ballett weiterzugeben, wird eine
Kinderballettabteilung eingerichtet.
1994
Nach 30 jähriger Tätigkeit als Kassenwartin legt Frieda Söcker die Geschäfte
in die Hände des 2. Vorsitzenden Werner Lünnemann.
1995
Die Leitung der modernen Tanzgruppe wird vom Ehepaar Schlegel niedergelegt.
Zusammen mit Nadine Koch übernimmt Werner Lünnemann die Leitung.
Der TV Jahn wird Stützpunktverein für die Integration von Aussiedlern. Aus
diesem Anlass findet zum ersten Mal eine Busfahrt für Kinder statt, die über
die Mühlenstraße zum Pottspark nach Minden führt.
Die Schwimmabteilung des TV Jahn schließt sich mit der Schwimmabteilung des
Post SV zu einer Startgemeinschaft zusammen. Sie starten unter dem gemeinsamen
Namen "Schwimmteam Delphin". Die Leitung der Abteilung übernimmt
Klaus Schmitz.
1996
Georg Schlegel tritt zurück. Als neuer 1. Vorsitzender wird Werner Lünnemann
gewählt. Zum erstenmal sind drei Frauen im geschäftsführenden Vorstand.
(Dagmar Patzer, 2.stellvertretende Vorsitzende; Rita Lünnemann, Kassenwartin;
Rita Nitowski, Frauenwartin).
Der TV Jahn erhält von dem Verein BISOS für die Arbeit mit Aussiedlern eine
Auszeichnung, die mit einer finanziellen Unterstützung versehen ist. Die
Rollsportabteilung feiert erste sportliche Erfolge auf Wettkämpfen. Georg
Schlegel wird vom Ministerpräsidenten Gerhard Schröder für seine
jahrzehntelange, ehrenamtliche Tätigkeit für den Sport geehrt.
1997
Anlässlich des 100 jährigen Bestehens des Vereins sind vom Vorstand besondere
Veranstaltungen des Vereins geplant. Bis zum Zeitpunkt dieses Erscheinens war
die traditionelle Winterwanderung diesmal besonders hervorgehoben. Während der
Maiwoche am Muttertag präsentiert sich der Verein 8 Stunden lang auf dem
Nikolaiort in Osnabrück. Vom Ballonflugwettbewerb bis hin zur Rockmusik wird für
alle etwas geboten. Die Osnabrücker werden aufgefordert, ein
Handballgeschicklichkeitsspiel oder Basketballwürfe zu versuchen. Von der Bühne,
auf der unsere Mädchen vom Ballett bis zum Jazztanz sehr gute Tänze zeigen,
werden die Zuschauer auch zum Mitmachen animiert. Am 28.06. soll auf dem Gustav
Heinemann Platz ein öffentliches Spielfest für alle Kinder der Stadt
veranstaltet werden und am 30.08.1997 wollen wir im Haus Rahenkamp Voxtrup am
Morgen ein Festakt begehen und am Abend das Stiftungsfest feiern.